Kurz gesagt: Ihr Kostenanteil setzt sich aus Franchise und einem Selbstbehalt von 10% zusammen, begrenzt durch einen Jahreshöchstbetrag.
Die zwei Bausteine
Franchise muss vollständig ausgeschöpft sein, danach 10% Selbstbehalt bis zum Höchstbetrag.
Schritt 1–3: Franchise, Ausschöpfung, Selbstbehalt berechnen
Franchise auf der Police nachschauen → Ausschöpfung über Kassenportal prüfen → ab Ausschöpfung 90% Kasse / 10% Sie, bis 700 CHF (Erwachsene) bzw. 350 CHF (Kinder) erreicht sind.
Rechenbeispiel
Franchise 1.500 CHF: Erste Sitzungen voll selbst bezahlt, bis Franchise erreicht ist. Danach 10% Selbstbehalt bis 700 CHF Jahreshöchstbetrag, danach übernimmt die Kasse den Rest des Jahres vollständig.
Mehrere gleichzeitige Behandlungen
Andere Gesundheitskosten im selben Jahr beeinflussen, wie schnell die Franchise erreicht wird.
Besonderheiten bei Kindern
Tieferer Höchstbetrag, teils Franchise-Verzicht bei mehreren Kindern in der Familie.
Warum eine hohe Franchise bei laufender Therapie nicht immer lohnt
Die Prämienersparnis sollte den erwarteten Therapiekosten gegenübergestellt werden.
Eine interaktive Berechnung als nächster Schritt
Diese Logik eignet sich als Grundlage für ein künftiges interaktives Tool.
| Element | Wert |
|---|---|
| Selbstbehalt | 10% nach Franchise |
| Höchstbetrag Erwachsene | 700 CHF |
| Höchstbetrag Kinder | 350 CHF |
Praktische Schritte
- Franchise nachschauen. 2. Ausschöpfung prüfen. 3. Sitzungstarif erfragen. 4. Logik anwenden. 5. Bei Unsicherheit Kasse fragen.
FAQ
Nur Psychotherapie zählt zur Franchise? Nein, alle Gesundheitskosten. Franchise unterjährig ändern? Nein, nur zum Jahreswechsel. 10% pro Sitzung neu? Nein, kumulativ übers Jahr. Jedes Jahr neu? Ja. Verbindliche Auskunft möglich? Ja, bei der Kasse.
Stand: Oktober 2026. Quellen: BAG, santésuisse.